CUT Magazin

Modepalast 2011

Kommende Woche gibt’s in Wien wieder mal den MODEPALAST – brand new expo. Österreichs umfangreichste Verkaufsausstellung für Modedesign und findet einmal jährlich im Frühjahr in den Ausstellungshallen des MAK – Museum für angewandte Kunst/Wien statt.Auf 3000 m² Ausstellungsfläche präsentieren rund 160 internationale ModemacherInnen und NewcomerInnen ihre aktuellen Damen- und Herrenkollektionen sowie eine breite Auswahl an Schmuck, Schuhen und Accessoires.

Donnerstag 26. Mai – Sonntag 29. Mai
Alle Infos »hier.

Leute in Kleidern Spezial: Chapeau Claque

Chapeau Claque. Für viele alt bekannt, für manche ein Geheimtipp: die Band aus Erfurt mit der Sängerin und Songwriterin Maria Antonia Schmidt. Ihr zu Ehren gibt es heute ein Leute in Kleidern Blog-Spezial. Maria hat ihr erstes Lied mit 11 Jahren komponiert. Vom heimischen Wohnzimmer über diverse Fußgängerzonen schaffte sie es schließlich, auf kleine Clubbühnen. Dort wurde sie entdeckt, von einem Musiklabel aus Erfurt. Also hat sich Maria vier Jungs für Tasten, Bass, Gitarre und Drums gesucht und 2006 die Band Chapeau Claque gegründet.
Im Februar erschien ihr mittlerweile drittes Album Hab & Hut. Und da steckt so einiges drin: Electro, ein wenig Jazz, Pop, viel Romantik und eine gute Portion Chanson. Live zu sehen und zu hören ist Chapeau Claque das nächste Mal am 24. Juni beim Umsonst & Draußen Festival in Würzburg und am 25. Juni beim Bayou Festival in Erfurt.
Wenn Maria nicht gerade mit Chapeau Claque auf der Bühne steht oder Lieder schreibt, studiert sie Mediengestaltung, produziert leidenschaftlich gern Hörspiele oder reist an abgelegene Orte auf der ganzen Welt. Für CUT hat sie ihren Kleiderschrank geöffnet und uns einige ihrer Outfits vorgestellt: von schräg bis schön – genauso abwechslungsreich eben wie ihre Musik.

 

Figurbetont:

Figurbetont.

 

Geschenk von Mama:

 

Zur Post, zum Bäcker und zurück:

 

Waterproof:

 

Reizwäsche:

Interview & Gewinnspiel: Tine aka marga.marina

Heute stelle ich Euch Tine aka marga.marina vor. Tine malt, zeichnet, bastelt, näht und das alles nur zu entzückend. Auch ihr Blog ist immer einen Besuch wert. Gerade gibt es zum Beispiel eine unglaublich hübsche Anleitung für einen angemalten Bauklotzkasten á la Bauhaus. Hier das Interview:

1. Stelle uns dich kurz vor
Hallo, mein Name ist Tine, ich bin 29 Jahre alt und die zeichnende Hand von marga.marina. An der Hochschule für Bildende Künste Dresden habe ich „Freie Malerei und Grafik“ studiert. Seit meinem Diplom 2009 lebe ich wieder in meiner Heimatstadt Bielefeld am schönen Teutoburger Wald und absolviere in diesem Sommer mein Meisterschülerstudium. Unter dem Namen meiner Großmutter, die mir das Nähen beigebracht hat, gestalte ich seit 2007 Illustrationen, Glücksbringer und handgefertigte Accessoires. In meinem Shop erwarten Euch Grußkarten, Stempel, Bio-Shirts und Tierwunder von Hand gezeichnet und mit einer kleinen Prise Märchenwald.

2. Wie kamst du dazu, das zu machen, was du machst?
Seit der frühen Kindheit habe ich gezeichnet und jeden Stift zu meinem Spielkameraden gemacht. Meine Eltern haben in den Kritzeleien wohl ein Talent schlummern sehen und mich sehr früh gefördert. Bereits im Kindergarten wurde ich 1 x die Woche in einen Märchenmalkurs gesteckt. Zwischen Geschichten, Papier und Farbtuben habe ich mich damals schon am Wohlsten gefühlt. Vermutlich wurde mir die kreative Ader mit in die Wiege gelegt. Von meiner Mutter, einer gelernte Goldschmiedin, habe ich die Liebe zur Handarbeit geerbt und mein Vater hat mir, als leidenschaftlicher Naturmensch und Ornithologe, die Tierwelt ans Herz gelegt. Meine berufliche Entscheidung kam aber erst im Kunststudium, dort konnte ich frei mit meinen Ideen und Zeichnungen experimentieren und sie mit ganz neuen Mitteln umsetzen. Meine Lieblingswerkstätten in der Hochschule waren der Handeinband und der Siebdruck. Hier habe ich das Handwerk und den besonderen Umgang mit Materialien kennen und lieben gelernt. In dieser Zeit entstand die Idee mit Illustrationen auf Stoff zu arbeiten und daraus ein eigenes Label zu gründen.

3. Was inspiriert dich/deine Arbeit?
Das sind viele Dinge… Stoffe, Muster, Geschichten, Zeitschriften, Musik, kreative Menschen.Vor allem aber die Natur, ein Waldspaziergang ist pure Erholung und Inspirationsquelle zugleich. Das Vogelgezwitscher und die Baumriesen lösen meine Gedanken auf und machen Platz für Neues. Oft sind es zufällige Momente, die mir eine schöne Idee zuspielen und so wird eine gefundene Vogelfeder mit nach Hause genommen und dann zu einem Stempel umgesetzt. Die meisten meiner Produktideen entstehen in diesen unbeschwerten Momenten – bei einem Flohmarktbesuch oder im Lieblingscafé, dann sehe ich ein altes Geschirrservice oder ein Schaukelpferd und eine vertraute Kindheitserinnerung kommt mir in den Sinn. Auf diese Weise entstehen sehr persönliche, liebevolle Produkte.

4. Welche persönlichen Trends hast Du derzeit?
Momentan begeistern mich geometrische Muster und traditionelle Stickereien. Ich liebe skandinavische Folklore, ob Zuhause oder im Kleiderschrank. Es darf dabei sehr fröhlich und bunt zugehen!

5. Was war dein bisheriges Lieblingsprojekt?
Immer das Projekt, an dem ich aktuell arbeite. Im Moment sind das meine Tierfährten Stempel – von der Vogelspur bis zur Waschbärtapse – die machen mir viel Freude und wecken den Spieltrieb!

6. Wo kaufst du deine Stoffe und Arbeitsmittel?
Stoffe kaufe ich fast nur noch im Internet, dort gibt es einfach die größte Auswahl an Designern und Biobaumwolle. Volksfaden und Twinsgarden haben zum Beispiel eine sehr schöne Auswahl. Stifte, Papier und Material bekomme ich im Bastelladen vor Ort, bspw. im Idee Creativ Markt oder auch über den Online Shop von Gerstaecker und Modulor.

7.Was ist dein Tipp für DIY Einsteiger?
Der inneren Stimme folgen und das Vertrauen in eigene Ideen setzen.

8.Welches Projekt würdest du gerne umsetzen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Ein gezeichneter Bildband mit dem Thema “Wald”, das wäre ein Traum!

9.Was ist dein Zukunftsplan?
Im Moment konzentriere ich mich auf die bevorstehende Abschlussprüfung meines Meisterschülerstudiums. Das bedeutet Zeichnen bis die Finger weh tun. Danach horche ich erst mal in mich hinein – wie fühlt sich das an nach 8 Jahren Kunststudium im Leben zu stehen. Diese Eindrücke werden dann im wohl verdienten Sommerurlaub auf mich einwirken. Nach der kleinen Erholungspause kann ich mich wieder ganz neuen Projekten widmen.

>>>>>>>>>>>>>

Gewinnspiel: Wir verlosen 3 rote Nadelkissen “Pieks” aus Biobaumwolle von marga.marina. Schreib als Kommentar zu diesem Blogpost:
Welches Tier sollte Tine als Nächstes gestalten?

Teilnahmeschluss: 22.05.2011. Rechtsweg ausgeschlossen.



 

Hab ich selbst gemacht

Heute am 19. Mai erscheint im Verlag Kiepenhauer & Witsch das Buch “Hab ich selbst gemacht”, in dem die Journalistin Susanne Klingner einen Selbstversuch startet. Sie will wissen, was die Faszination am Arbeiten mit den eigenen Händen ausmacht und warum es eine neue Sehnsucht nach dem einfachen Leben gibt. Ein Jahr lang macht sie “I don’t have confidence in the simple transition from social casino games to real [money] games,” he came to the conclusion. so viel wie möglich selbst – und schreibt darüber: vom Käse bis zur Seife, vom Cocktailkleid bis zum Christstollen, von den Schuhen bis zur Zahnpasta, vom Gärtnern bis zum Renovieren. Viel Spaß beim Nachmachen!

Susanne Klingner – Hab ich selbst gemacht
365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte
ISBN: 978-3-462-04285-6
326 Seiten, Taschenbuch

Λ