Archiv für Mai 2011



70% aller Produktinnovationen basieren auf neuen Materialien. Werkstoffe und ihre Fertigung sind zu Antreibern für Innovationen geworden. Doch nicht mehr nur die technologische Funktion steht im Mittelpunkt sondern vor allem die Fähigkeit zur Überführung funktionaler Exzellenzen in nutzerorientierte Produkte.  Martin Beeh und Dr. Sascha Peters bieten auf dem diesjährigen DMY International Design Festival Berlin den 1. Materials Summit mit dem Ziel an, neue Anwendungsszenarien für Materialinnovationen zu entwickeln. In der beeindruckenden Kulisse des Flughafens Berlin Tempelhof sind professionelle Kreative vom 2.-4. Juni 2011 aufgerufen, in verschiedenen thematischen Innovationsworkshops Produktansätze für interessante Werkstoffe zu entwickeln.
Die Teilnahmegebühr für Designer und Architekten beträgt 40 Euro pro Workshop zzgl. Eintrittsticket, VDID-Mitglieder und Studierende der Fachbereiche Architektur und Design bezahlen 25 Euro.

Materials Summit-Workshopthemen:
Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.30 bis 18.30 Uhr

Lightweight and Structure – Leichtbaumaterialien und technische Textilien
Freitag, 3. Juni 2011, 11.30 bis 18.30 Uhr
Smart and Functional – Intelligente Materialien und Funktionswerkstoffe
Samstag, 4. Juni 2011, 11.30 bis 18.30 Uhr
Bio-based and Sustainable – Nachhaltige Materialien

>Hier gehts zu mehr Infos und zur Anmeldung.





Alljährlich präsentiert DMY das International Design Festival Berlin, das größte deutsche Festival für zeitgenössisches Produktdesign. Es findet vom 1. bis 5. Juni in Berlin statt. Das Festival hat sich als einzigartige Business-Plattform für professionelle Gestalter und Hersteller sowie als Nährboden für junge, talentierte Designer international etabliert. Nach dem durchschlagenden Erfolg des letzten Jahres ist  die Hauptausstellung des Festivals erneut in der beeindruckenden Architektur des Tempelhofer Flughafens. Die Hauptausstellung erstreckt sich auf über 11.000 qm. Zahlreiche dezentrale Ausstellungen und offene Studios weiten das Festival auf das gesamte Stadtgebiet aus. Als Kommunikationsplattform der Austellungen, Projekte und Aktivitäten bietet das Satellitenprogramm Zugang zu über 50 dezentralen Ausstellungen und individuellen Veranstaltungen, die während des Festivals in ganz Berlin stattfinden.

 





 

Der Countdown läuft und die Aufbauarbeiten sind schon voll im Gange. Morgen gibt es in der Arena die erste Formaganda: entdeckt brandneue Musik- und Fashionlabels, angesagte neue Sportarten, schaut Profis beim Skaten zu, lauscht guter Musik und innovativen Vorträgen aus den Bereichen Musik, Technik und Software. Abends gibts das Formaganda Festival in der ASTRA HALLE Berlin (Revaler Str. 99) mit einem Line-Uos, das sich sehen lässt. Die Tagestickets kosten 10 Euro, Festivaltickets kosten 16 Euro und sind an der Tageskasse erhältlich.

Datum: 28. und 29.Mai 2011 ARENA Berlin-Kreuzberg
Öffnungszeiten: 11.00–19.00 Uhr Indoor, bis 21.00 Uhr Outdoor
Location: Arena / Eichenstraße 4 / 12435 Berlin





Die Idee ‘FRISURclothing’ ist 2003 als Zufallsprodukt zweier gelangweilter Neuntklässler entstanden und während eines langen, durch Experimente geprägten Prozesses jetzt zu einem kleinen aber feinen Streetwearlabel gewachsen. “Die Kollektion ‘shapes classics’ bildete die Basis für einen Aufschwung der Weltwirtschaft.” heißt es im Shop des Labels. Aber lest selbst, was die beiden Macher dazu sagen…

1. Stellt uns Frisurclothing kurz vor. Seit wann gibt es das Label?
Die Idee für Frisurclothing ist bereits 2003 entstanden. Damals, in der 9. Klasse, haben wir viel mit selbstgebastelten Sieddruckschablonen und Muttis Nähmaschine experimentiert und für Freunde und Familie T-Shirts gestaltet. Das tatsächliche Label gibt es nun seit Ende 2007. Über Freundesfreunde haben wir den Kontakt zu einem Produzenten in Portugal erhalten, blauäugig einen winzig-kleinen Kredit aufgenommen und mit eigenen Schnitten die erste Kollektion produziert, die direkt einige Händler überzeugen konnte. Mittlerweile haben wir neben unserer Basislinie shapes classics, die eine breite Range an Hoodies beinhaltet, auch seit H/W 09/10 saisonale Kollektionen, die, wie uns oft nachgesagt wird, “erwachsener” daherkommen. Den Produzenten sowie den Kredit haben wir übrigens immer noch.

2. Wie kamt ihr dazu, das zu machen, was ihr macht ?
Aus einer Idee wurde eine Hobby wurde eine Leidenschaft – hinzu kam ein Label.

3. Wo kauft ihr eure Stoffe?
Die Stoffe beziehen wir alle von unserem Produzenten in Portugal.

4. Produziert ihr selber? Lasst ihr produzieren? Wenn ja, wo? Wie kontrolliert ihr die Qualität?
Unser Produzent sowie alle Zulieferungsbetriebe sind mit dem OekoTex Standard 100 Zertifikat ausgezeichnet. Darüber hinaus fahren wir natürlich regelmäßig zur Produktionsstätte, um uns vor Ort selber ein Bild zu machen.

5. Was inspiriert euch?
Wir kommen beide aus dem Brettsportbereich und surfen, skaten und snowboarden seit klein auf, was uns natürlich geprägt hat – auch bei der Ausrichtung von Frisurclothing. Was man besonders bei der shapes classics Linie immer noch sehen kann. Viel Inspiration holen wir uns auch auf unseren Reisen sowie natürlich durch unser Studium, das parallel läuft. Thies studiert Modedesign und Stephan Visuelle Kommunikation. Hier haben wir tagtäglich einen regen, aktiven Austausch mit den unterschiedlichsten Design-Disziplinen.

6. Welche Modetrends seht ihr derzeit?
Wir machen Kleidung, die keine Trends setzen will, sondern Styles, die uns selber wirklich gefallen und die wir tragen möchten (oder an unserer Freundin sehen wollen). Unser Motto ist ja auch ‘wear the shape you enjoy’.

7. Habt ihr ein Bestseller Produkt?
Bestseller sind und bleiben unsere Hoddies aus der shapes classics Linie, mit denen wir angefangen haben. In unserer letzten Kollektion “Make a Face” waren die Jacken Maren und Mario der Renner.

8. Was ist euer Tipp für DIY Neu-Einsteiger?
Trial and Error. Und niemals den Spaß verlieren.

9. Welches Projekt würdet ihr gerne umsetzen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Wir planen schon seit langen einen Frisurclothing Pop-Up Store zu eröffnen. Wobei es da eigentlich weniger am Geld, als an unserer Zeit mangelt.

Gewinnspiel:
Zu gewinnen gibt es jeweils 1 Tshirt für Jungs und 1 für Mädels, sowie 1 Hoodie für Jungs und 1 Hoodie für Mädels.

Die glücklichen Gewinner sind ausgelost, schon benachrichtigt und lauten wir folgt: Janina, Agnes, Max und Felix






Tine aka marga.marina hat ausgelost und die glücklichen Gewinner der drei Igelkinder sind:

Die Gewinner sind:
Nina – Raupe
Miss Schnabel – Schildkröte
Sandra Haag – Dachs

Demnächst werden wir also dank Euren tollen Vorschlägen ein paar neue Tiere in marga.marinas Reich finden!





Fotos: Zarth van der Borg

1. Stelle uns dich kurz vor.
Cloed Priscilla Baumgartner, seit meiner Jugend eine begnadete DO-IT-MYSELF.

2. Was ist das Konzept von Milch? Was ist das Besondere?
MILCH macht zu 100% Recycling aus Herrenhosen und Herrenhemden. Die Kollektion ist intersaisonal und umfasst nur wenige Schnitte, diese dafür in mehreren Grössen und natürlich verschiedensten Stoffqualitäten. Das Rohmaterial stammt von der Wiener Kleidersammelstelle VOLKSHILFE BOX und wird  in den neuen grünen Waschsalons GREEN & CLEAN frisch gewaschen. Die MILCH Hemd.Hosen. Kollektion wird lokal produziert, konkret in Wien im sozialökonomischen Projekt MERIT sowie im Schneiderbetrieb DALLA. Aus all diesen Selbstverpflichtungen entsteht locker flockig und mit viel Humor und Freude an den Stoffen und Details die intersaisonale Kollektion HOSEN.HEMD.KLEIDUNG, die durch innovatives Design und hochwertige Rohstoffe besticht und bezirzt!

3. Was inspiriert dich/deine Arbeit?
Die Stoffe und die bereits vorhandenen Details. Und die selbstauferlegte Vorgabe, dass ich dem bereits bestehenden Wäscheberg nicht noch mehr hinzufüge, sondern wiederverwende, was schon fix und fertig da ist.

4. Welche Modetrends siehst du derzeit?
Ein Wandel hin zu ökofairen Stoffen und eine Hinterfragung der Produktionsbedingungen sowie ein wachsendes Bewußtsein für lokales Einkaufen.

5. Was war dein bisheriges Lieblingsprojekt?
MILCH, vor allem der raffinierte MARILINN Schnitt, der aus einer stinklangweiligen Herrenanzugshose ein verdammt verführerisches rückenfreies Neckholderkleid zaubert.

6. Was ist dein Tipp für DIY Neu-Einsteiger?
Zuerst mal tief Luft holen und lieber weniger produzieren! Und wenn, dann unbedingt Ressourcen schonen und recyclen.

7. Welches Projekt würdest du gerne umsetzen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Eine große Convention der DIY Bewegung, (ich arbeite schon dran.)

8. Was ist dein Zukunftsplan?
Open Design!





Kommende Woche gibt’s in Wien wieder mal den MODEPALAST – brand new expo. Österreichs umfangreichste Verkaufsausstellung für Modedesign und findet einmal jährlich im Frühjahr in den Ausstellungshallen des MAK – Museum für angewandte Kunst/Wien statt.Auf 3000 m² Ausstellungsfläche präsentieren rund 160 internationale ModemacherInnen und NewcomerInnen ihre aktuellen Damen- und Herrenkollektionen sowie eine breite Auswahl an Schmuck, Schuhen und Accessoires.

Donnerstag 26. Mai – Sonntag 29. Mai
Alle Infos »hier.





Chapeau Claque. Für viele alt bekannt, für manche ein Geheimtipp: die Band aus Erfurt mit der Sängerin und Songwriterin Maria Antonia Schmidt. Ihr zu Ehren gibt es heute ein Leute in Kleidern Blog-Spezial. Maria hat ihr erstes Lied mit 11 Jahren komponiert. Vom heimischen Wohnzimmer über diverse Fußgängerzonen schaffte sie es schließlich, auf kleine Clubbühnen. Dort wurde sie entdeckt, von einem Musiklabel aus Erfurt. Also hat sich Maria vier Jungs für Tasten, Bass, Gitarre und Drums gesucht und 2006 die Band Chapeau Claque gegründet.
Im Februar erschien ihr mittlerweile drittes Album Hab & Hut. Und da steckt so einiges drin: Electro, ein wenig Jazz, Pop, viel Romantik und eine gute Portion Chanson. Live zu sehen und zu hören ist Chapeau Claque das nächste Mal am 24. Juni beim Umsonst & Draußen Festival in Würzburg und am 25. Juni beim Bayou Festival in Erfurt.
Wenn Maria nicht gerade mit Chapeau Claque auf der Bühne steht oder Lieder schreibt, studiert sie Mediengestaltung, produziert leidenschaftlich gern Hörspiele oder reist an abgelegene Orte auf der ganzen Welt. Für CUT hat sie ihren Kleiderschrank geöffnet und uns einige ihrer Outfits vorgestellt: von schräg bis schön – genauso abwechslungsreich eben wie ihre Musik.

 

Figurbetont:

Figurbetont.

 

Geschenk von Mama:

 

Zur Post, zum Bäcker und zurück:

 

Waterproof:

 

Reizwäsche:





Der Vorbote zur DesignKonferenz Offf, die vom 9. bis 11 Juni in Barcelona stattfinden wird, ist die Offf Madrid, die heute begonnen hat. Wer also gerade in Madrid unterwegs ist, kann sich neben Sonne und Tapas ein bisschen Design reinziehen: In der Gloria gallery gibt es eine Ausstellung und Rob Chiu gibt vom 23. bis 26. Mai einen Workshop in der La Casa Encendida.





Heute stelle ich Euch Tine aka marga.marina vor. Tine malt, zeichnet, bastelt, näht und das alles nur zu entzückend. Auch ihr Blog ist immer einen Besuch wert. Gerade gibt es zum Beispiel eine unglaublich hübsche Anleitung für einen angemalten Bauklotzkasten á la Bauhaus. Hier das Interview:

1. Stelle uns dich kurz vor
Hallo, mein Name ist Tine, ich bin 29 Jahre alt und die zeichnende Hand von marga.marina. An der Hochschule für Bildende Künste Dresden habe ich „Freie Malerei und Grafik“ studiert. Seit meinem Diplom 2009 lebe ich wieder in meiner Heimatstadt Bielefeld am schönen Teutoburger Wald und absolviere in diesem Sommer mein Meisterschülerstudium. Unter dem Namen meiner Großmutter, die mir das Nähen beigebracht hat, gestalte ich seit 2007 Illustrationen, Glücksbringer und handgefertigte Accessoires. In meinem Shop erwarten Euch Grußkarten, Stempel, Bio-Shirts und Tierwunder von Hand gezeichnet und mit einer kleinen Prise Märchenwald.

2. Wie kamst du dazu, das zu machen, was du machst?
Seit der frühen Kindheit habe ich gezeichnet und jeden Stift zu meinem Spielkameraden gemacht. Meine Eltern haben in den Kritzeleien wohl ein Talent schlummern sehen und mich sehr früh gefördert. Bereits im Kindergarten wurde ich 1 x die Woche in einen Märchenmalkurs gesteckt. Zwischen Geschichten, Papier und Farbtuben habe ich mich damals schon am Wohlsten gefühlt. Vermutlich wurde mir die kreative Ader mit in die Wiege gelegt. Von meiner Mutter, einer gelernte Goldschmiedin, habe ich die Liebe zur Handarbeit geerbt und mein Vater hat mir, als leidenschaftlicher Naturmensch und Ornithologe, die Tierwelt ans Herz gelegt. Meine berufliche Entscheidung kam aber erst im Kunststudium, dort konnte ich frei mit meinen Ideen und Zeichnungen experimentieren und sie mit ganz neuen Mitteln umsetzen. Meine Lieblingswerkstätten in der Hochschule waren der Handeinband und der Siebdruck. Hier habe ich das Handwerk und den besonderen Umgang mit Materialien kennen und lieben gelernt. In dieser Zeit entstand die Idee mit Illustrationen auf Stoff zu arbeiten und daraus ein eigenes Label zu gründen.

3. Was inspiriert dich/deine Arbeit?
Das sind viele Dinge… Stoffe, Muster, Geschichten, Zeitschriften, Musik, kreative Menschen.Vor allem aber die Natur, ein Waldspaziergang ist pure Erholung und Inspirationsquelle zugleich. Das Vogelgezwitscher und die Baumriesen lösen meine Gedanken auf und machen Platz für Neues. Oft sind es zufällige Momente, die mir eine schöne Idee zuspielen und so wird eine gefundene Vogelfeder mit nach Hause genommen und dann zu einem Stempel umgesetzt. Die meisten meiner Produktideen entstehen in diesen unbeschwerten Momenten – bei einem Flohmarktbesuch oder im Lieblingscafé, dann sehe ich ein altes Geschirrservice oder ein Schaukelpferd und eine vertraute Kindheitserinnerung kommt mir in den Sinn. Auf diese Weise entstehen sehr persönliche, liebevolle Produkte.

4. Welche persönlichen Trends hast Du derzeit?
Momentan begeistern mich geometrische Muster und traditionelle Stickereien. Ich liebe skandinavische Folklore, ob Zuhause oder im Kleiderschrank. Es darf dabei sehr fröhlich und bunt zugehen!

5. Was war dein bisheriges Lieblingsprojekt?
Immer das Projekt, an dem ich aktuell arbeite. Im Moment sind das meine Tierfährten Stempel – von der Vogelspur bis zur Waschbärtapse – die machen mir viel Freude und wecken den Spieltrieb!

6. Wo kaufst du deine Stoffe und Arbeitsmittel?
Stoffe kaufe ich fast nur noch im Internet, dort gibt es einfach die größte Auswahl an Designern und Biobaumwolle. Volksfaden und Twinsgarden haben zum Beispiel eine sehr schöne Auswahl. Stifte, Papier und Material bekomme ich im Bastelladen vor Ort, bspw. im Idee Creativ Markt oder auch über den Online Shop von Gerstaecker und Modulor.

7.Was ist dein Tipp für DIY Einsteiger?
Der inneren Stimme folgen und das Vertrauen in eigene Ideen setzen.

8.Welches Projekt würdest du gerne umsetzen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Ein gezeichneter Bildband mit dem Thema “Wald”, das wäre ein Traum!

9.Was ist dein Zukunftsplan?
Im Moment konzentriere ich mich auf die bevorstehende Abschlussprüfung meines Meisterschülerstudiums. Das bedeutet Zeichnen bis die Finger weh tun. Danach horche ich erst mal in mich hinein – wie fühlt sich das an nach 8 Jahren Kunststudium im Leben zu stehen. Diese Eindrücke werden dann im wohl verdienten Sommerurlaub auf mich einwirken. Nach der kleinen Erholungspause kann ich mich wieder ganz neuen Projekten widmen.

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Gewinnspiel: Wir verlosen 3 rote Nadelkissen “Pieks” aus Biobaumwolle von marga.marina. Schreib als Kommentar zu diesem Blogpost:
Welches Tier sollte Tine als Nächstes gestalten?

Teilnahmeschluss: 22.05.2011. Rechtsweg ausgeschlossen.