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Designer Kurzinterview: Wiebke Jakobs aka Ahoimeise

Wiebkes Produkte und ihr Arbeitsplatz

Neulich habe ich doch tatsächlich im Oktober die ersten Weihnachtseinkäufe gemacht. Die Ahoimeise Produkte von Wiebke haben mich einfach dazu gebracht. Nur ob ich es auch schaffe, sie tatsächlich wegzugeben, das ist mal wieder die andere Frage. Naja, lest selbst, was Wiebke über sich und ihre Arbeit erzählt.

1. Stell Dich uns kurz vor. Wer bist Du und wovon lebst Du?
Mein Name ist Wiebke Jakobs. Ich wohne in Hamburg und dort arbeite ich als freie Grafikdesignerin und habe seit einem Jahr ein kleines Label – Ahoimeise. Ich verkaufe Handgedrucktes wie Postkarten, Notizbücher und Kalender und mache Illustrationen für Kinder.

2. Wie kamst Du zur Handarbeit?
Schon als Kind habe ich viel gebastelt, gemalt und mit der Nähmaschine meiner Mutter Puppenkleider genäht und ich habe einfach nie damit aufgehört. Mein Beruf und mein Studium sind gewissermaßen eine Folge der häuslichen Bastelei. Sicherlich hat aber die Handarbeit in den letzten Jahren für mich ganz neue Dimensionen angenommen.

3. Woher kriegst Du Deine Inspiration?
Es passiert von einer Sekunde auf die nächste. Ich sehe etwas – sei es draußen in der Natur, im Gespräch mit Freunden, in einer Ausstellung, in Büchern, Zeitschriften oder im Supermarkt – und plötzlich ist daraus eine Idee entstanden. Oft knüpfen diese Ideen an andere Dinge an und ergeben so ein Ganzes. Vieles entsteht aber auch aus meiner Lust am Experimentieren. Ich probiere gerne immer wieder neue Techniken und Stile aus. Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin und es mir Spaß macht, dann wird daraus ein neues Ahoimeisen-Produkt.

4. Welche Design Trends siehst Du zur Zeit?
Es gibt immer mehr Trends und Strömungen die nebeneinander existieren. Das war vor 10 Jahren so noch nicht denkbar, aber die Vernetzung machts möglich. Ein wichtiger Trend ist für mich natürlich der Handmade-Trend der auch in “professionellen” Designs, wie Verpackung oder Werbung sichtbar wird. Auch die großen Konzerne machen sich den Trend zunutze und stellen sich als bodenständig, ökologisch, menschlich dar, indem sie die Sprache der Handmade-Szene übernehmen. Das kommt letztlich aber auch uns Handmade-Künstlern zu gute, denn offenbar wird das Handgemachte, ehrlich hergestellte auch in der Masse akzeptiert und anerkannt.

5. Glaubst Du DIY ist nur eine kurzlebiger Trend oder wird langfristig bleiben?
Ich denke das Streben der Menschen nach Individualität in einer gleichgeschalteten, globalen Welt wird eher noch zu- als abnehmen. Da liegt DIY absolut im Trend und das wird sich so schnell nicht ändern.

6. Was ist Dein derzeitiges Lieblingsteil (eigenes oder fremdes)?
Ich mag vor allem die Dinge, die ich mit anderen DIY-Künstlern getauscht habe. Diese Dinge sind für mich am wertvollsten.

7. Welchen Rat hast Du für DIY Neueinsteiger?
Einfach Ausprobieren und Spaß haben.

8. Welches Projekt würdest Du gerne einmal umsetzen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Ich würde einfach weiter machen wie bisher ohne dass ich überlegen muss, ob sich dieses oder jenes Produkt am Ende auch verkauft.

9. Dein Lieblingsladen in Hamburg?
Mein Lieblingsladen ist Büromarkt Hansen auf dem Schulterblatt. Ein inhabergeführter Büroladen voller Papierchen, Heftchen, Stifte, Klebebänder und Bastelsachen zum Kramen.  Dort wird aus dem geheimnisvollen Lager noch die ungewöhnlichste Bürozutat gezaubert und wenn etwas wirklich nicht da ist wird es ruckzuck bestellt.

PS: Bald wird uns Wiebke mit einer DIY Anleitung inklusive Verlosung beglücken. Juhu, da freuen wir uns schon drauf!

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