

Heute möchte ich Euch den Berliner Verlag Onkel und Onkel vorstellen. Die Onkel&Onkel Bücher sind besonders schön designt – kein Wunder bei dem Motto “Wir machen Bücher, die ins Auge fallen – visueller Rock’n'Roll eben.” Lest im Interview selbst, was Konzept und Idee des Verlages sind. Wenn Ihr die Verlagsmacher persönlich kennen lernen wollt, gibt es am 18. September ab 19 Uhr in Berlin die Gelegenheit dazu: ONKEL & ONKEL hat sein größtes Buchprojekt fast fertiggestellt. Mit «Make Believe – The Artwork of Johan Potma & Mateo Dineen» erscheint ein 312 seitenstarkes, vollbebildertes Schwergewicht. Ort: Zozoville Gallery, Mainzer Str. 12, Berlin Friedrichshain
Wie lange gibt es den Verlag schon?
Gegründet wurde Onkel und Onkel in 2007, im Frühjahr 2008 gab es dann das erste Programm, hier schon mit von der Partie die Onkel&Onkel-Klassiker: das Zozoville Kalendarium und das Kalendarium Toter Musiker: The Beat Goes On.
Im Herbst 2008 dann schließlich das erste O&O Literaturprogramm.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Verlag zu gründen?
Volker Oppmann, der Verlagsgründer & Verleger, hat hat während und nach seinem Studium ziemlich klassisch Praktika und Volontariate im Verlagswesen gemacht. Dabei wurde er wohl schlicht über einen generellen Spaß am Lesen hinaus und vor allem nachhaltig vom Medium Buch angesteckt. Er selbst sagt: “Schlüsselqualifikation Nr. 1: Maßlose Neugier und das Selbstvertrauen, etwas selbst in die Hand zu nehmen -
nicht zu vergessen: eine gesunde Portion Größenwahn!”
Wie viele Mitarbeiter seid ihr bei Onkel und Onkel?
Klein und oho! Neben Verleger Volker Oppmann gibt es bei Onkel und Onkel noch ganze zwei Feste: Marc Nutsch (No.1 für Vertrieb & Marketing) und mich (Pressetante) – wobei alle gerne mal Mädchen für alles sind - und natürlich die ganze Familie rund rum, ein Heer aus Autoren, Illustratoren, Grafikern, Lektoren usw.
Was ist das besondere an Onkel und Onkel?
Unangefochten die Liebe zum besonderen Buch, sowohl literarisch als auch im bucheigenen Design. Wir machen Bücher, die ins Auge fallen – visueller Rock’n'Roll eben.
In der Literatur gucken wir am liebsten gen Norden, Volker Oppmann ist ja Skandinavist M.A.
und gräbt entsprechend vorrangig in Norwegen nach Trüffeln für große und kleine Leser.
Und in der Illustration, die keinesfalls nur die zweite Geige spielt, lieben wir Hintersinniges,
Freches und gerne mal politisch Unkorrektes – da wird auch kein Skandal gescheut.
Wie wählt ihr aus, was in eurem Programm erscheint?
Verlegt wird, was gefällt. Reine Herzensangelegenheiten. Wir stöbern und suchen, oft werden uns Projekte aber natürlich vorgeschlagen, besonders von jungen AutorInnen und IllustratorInnen. So ist auch eines unserer neuesten Bücher im Herbst entstanden: “Istanbul, mit scharfe Soße” von Alexandra Klobouk. Alexandra hat uns auf der Leipziger Buchmesse besucht und ihr illustriertes Buchprojekt vorgestellt. Gesehen- verknallt – verlegt!
Was sind eure Zukunftspläne?
Die flächendeckende Infektion des deutsch- & englischsprachigen Raums mit dem Onkel-Virus und Tor Age Bringsvaerd auf der SWR-Bestenliste… das wäre genug für den Anfang!