Archiv für Juli 2009



Die Designer vom Fashion-Boulevard Wedding Dress hatten am ersten der beiden Tage ein bisschen Wetterpech: erst war es so schwül warm, dass nur wenig Leute richtig shopping-lustig waren und dann regnete es abends. “Nicht so viele Verkäufe wie im letzten Jahr” meinten also auch die meisten Designer, mit denen ich am Samstag sprach. Am zweiten Tag war dafür umso mehr los, so dass das Gesamtbilanz doch noch ganz gut ausfiel. Zur offenen Straßenmodenschau “Common People” gab es eine Live-Performance von Kinky White Horse. Mir waren die Looks auf dem Laufsteg allesamt ein bisschen zu abgefahren, so dass ich lieber wieder bei den Marktständen der DIY-ler stöberte.

Auf den Fotos zu sehen (v.o.l.n.u.r.): Sängerin Ava (chanson with fun) auf der Festivalbühne, Jana Döhnel (www.basteltüte.de), Canuto Design (www.canuto.dawanda.de), Eden – The paradise of Schnickschnack (www.makingofeden.blogspot.com), Nikoki (www.nikoki.de), Linda Kostowski (www.the-t-shirt-issue.com), Johanna Schafarschik (www.de-la-haye.com), Kinky White Hórse (http://www.myspace.com/kinkywhitehorse), Streetstyle Fashion-Show

Anna aus Berlin

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Dass es so einfach klappen würde, hätte ich nicht gedacht: um 2 Minuten vor Showbeginn hetze ich zum Presseschalter der Fashion Week: “…gibt es noch eine Möglichkeit in die Show zu kommen?…” Im ersten Moment winken die Pressedamen freundlich ab, aber schon kurz später verteilen sie wie wild Freikarten an alle Wartenden: die Show scheint nicht voll zu werden und zu viele Lücken im Publikum machen keinen guten Eindruck. Und so komme ich schon zum zweiten Mal in zwei Tagen in den Last-Minute-erste-Reihe Fashion Week Genuss. Super Blick also auf die Show von Custo, einem jungen Label aus Barcelona, das hier in Berlin die Entwürfe für Frühling/Sommer 2010 präsentiert. Zu sehen gibt es kurze luftige Kleidchen in Bonbonfarben mit Blumen- und 70ies-Mustern, gemischt mit glänzenden Pailetten und metallisch-silbernen Materialien. Auch im Publikum glitzert und funkelt es: neben Jenny Elvers-Elbertzhagen sitzen die Germany Next Topmodel Kandidatinnen Lena, Mandy und Janina in der ersten Reihe und werden von Papa Klum als ihrem Manager nicht aus den Augen gelassen.

Anna aus Berlin

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Meinen ersten Berlinreport wollte ich eigentlich nur dem Modenachwuchs widmen und von der “schau09″ der Universität der Künste Berlin erzählen. Aber dann lief mir auf meiner Fahrt dorthin Wolfgang Joop so vor die Füße, dass ich einfach ein paar Fotos von ihm machen musste. So mischt sich gleich ganz unverhofft Mode-Prominenz in meinen ersten Beitrag. Joop war auf dem Weg zur Escada Modenschau im Bodemuseum, und zwar als Zuschauer und nicht als Designer. Aber zurück zum Nachwuchs: die Studierenden der UdK sind die Einzigen, die während der Mercedes-Benz Fashion Week am gleichen Ort wie die etablierten Designer zeigen dürfen, nämlich im Zelt auf dem Bebelplatz im Herzen Berlins. Bei der Schau gibt es ein unglaublich breites Spektrum von clean-purstistisch-strengen, schwarz-weißen Entwürfen bis zu musterreichen, phantasievollen, neon-bunt, bizarren Kleidungsstücken. Zu meinen Lieblingsteilen gehört ein weißes Kleid, das über der Schulter zum Pferdekopf mutiert und ein wandelnder Omicouchsessel. Und – ich entdecke allerlei Details, die sich auch in den DIY Portalen www.etsy.com und www.dawanda.de finden: Riesen Strick-Schals/Halskrausen, Wimpelketten, tolle Siebdrucke und beeindruckende origami-artige Stofffalttechniken.

Anna aus Berlin

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riechen nicht streng und sehen normal aus. Die Tierschutzorganisation PeTA ruft zum Style Contest auf und jeder kann mitmachen, solange das Material der Kleidungsstücke vegan ist. Leder, Pelz, Daunen und Wolle sind somit also tabu. Und so geht’s: veganes! Lieblingsoutfit fotografieren, Text dazu hochladen und abschicken. Ein ganzes Outfit zu finden, ist gar nicht so einfach wie man erst annimmt! Am Ende des Monats entscheidet PeTA über den schönsten Look und vergibt Preise wie z.B. einen Reisegutschein von Mango Tours.

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…nicht die Schweizer – aber schön ist es trotzdem. Guzuu heißt das neue Internetportal für Selbermacher und Verkäufer aus der Schweiz. Alles was man machen muss ist kreativ sein, Sachen fotografieren, Preis festlegen und in die gewünschte Kategorie setzen. Das Schöne dabei ist: das Reinstellen ist ohne Vorauskasse. Abgaben an Guzuu werden erst fällig, wenn man tatsächlich verkauft hat. Neben den klassischen Kategorien wie Accessoires und Möbel findet man auch die Kategorie Genuss in der selbstgemachte Konfitüre – oder wie der Schweizer sie liebevoll nennt – “Komfi”, sowie Holunderblütensirup zu finden ist. Beim Stöbern stachen uns sofort die Fliegenklatsche und die knallgelbe Filzvogelbrosche ins Auge.

Peng Peng!

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