Meinen ersten Berlinreport wollte ich eigentlich nur dem Modenachwuchs widmen und von der “schau09″ der Universität der Künste Berlin erzählen. Aber dann lief mir auf meiner Fahrt dorthin Wolfgang Joop so vor die Füße, dass ich einfach ein paar Fotos von ihm machen musste. So mischt sich gleich ganz unverhofft Mode-Prominenz in meinen ersten Beitrag. Joop war auf dem Weg zur Escada Modenschau im Bodemuseum, und zwar als Zuschauer und nicht als Designer. Aber zurück zum Nachwuchs: die Studierenden der UdK sind die Einzigen, die während der Mercedes-Benz Fashion Week am gleichen Ort wie die etablierten Designer zeigen dürfen, nämlich im Zelt auf dem Bebelplatz im Herzen Berlins. Bei der Schau gibt es ein unglaublich breites Spektrum von clean-purstistisch-strengen, schwarz-weißen Entwürfen bis zu musterreichen, phantasievollen, neon-bunt, bizarren Kleidungsstücken. Zu meinen Lieblingsteilen gehört ein weißes Kleid, das über der Schulter zum Pferdekopf mutiert und ein wandelnder Omicouchsessel. Und – ich entdecke allerlei Details, die sich auch in den DIY Portalen www.etsy.com und www.dawanda.de finden: Riesen Strick-Schals/Halskrausen, Wimpelketten, tolle Siebdrucke und beeindruckende origami-artige Stofffalttechniken.
Anna aus Berlin






Der tragbare Sessel ganz rechts unten hat es mir ja richtig angetan